Mittwoch, 21. November 2007

Day #121-127 Geballte Unfähigkeit

Deutsche Täter werden immer ausgefuchster! Wie Spiegel.de berichtet, entkam der mutmaßliche Attentäter (und später Selbstmörder) der Polizei durch einen besonders hinterhältigen Trick:

Ich zitiere: "Er hat gesagt, er müsse mal auf die Toilette. Stattdessen ist er weggelaufen"

Ich gebe zu, dass dieser Trick einer der ganz neuen Sorte ist und durch seine Durchtriebenheit einen neuen Maßstab der Niederträchtigkeit setzt... Da man von deutschen Polizisten nicht erwarten kann, dass sie solch psychologische Tricksereien bewältigen, MUSS (um dem deutschen Aktionismus treu zu bleiben) dringend eine Gesetzesänderung (z.B. "Altersfreigabe für Computerspiele") her! Ich fordere hiermit das Verbot aller öffentlichen Schultoiletten! Nur so können unsere Polizisten den Tricks krimineller Übeltäter Einhalt gebieten!


Hier in UK sind auch gerade ein paar ganz besonders Unfähige am Werk: Hier hatte ein hochrangiger Angestellter der Steuerbehörde einen ganz besonderen Trick: Er sparte sich die Kosten für einen Kurier-Dienst und versendete einfach in einem Postumschlag (via Royal Mail) zwei CDs an eine andere Dienststelle. Ansich klingt das gar nicht so schlimm... doch leider befanden sich auf diesen CDs 25 Millionen unverschlüsselte Datensätze Britischer Bürger mit allen Informationen wie Namen, Bankdetails, Adressen und Sozialversicherungsnummern, etc.
Da die CDs niemals ihr Ziel erreichten und bis heute verschwunden sind, müssen fast 50% aller Briten sich nun vor Datenmissbrauch fürchten.

Aber so schlimm ist das alles gar nicht, betonte Schatzkanzler Alistair Darling:
"Es bestehe kein Risiko, dass die CDs mit Informationen über Kindergeldempfänger in „falsche Hände“ gefallen seien. Es gebe bisher keine Anzeichen für einen kriminellen Hintergrund."

Na prima! Wenn der Schatzkanzler das sagt, dann wird das wohl so sein... Das passiert halt mal, das 25 Millionen Menschen ihre hoch vertraulichen Daten verlieren...

Man müsste Unfähige Politiker sofort verbieten!


Update vom 30. November 2007:

Der Senior Manager von HM (Kindergeldbehörde) des Bereichs Revenue & Customs hat sich noch einmal nachträglich zu dem Vorfall geäußert:

[...] It was not possible to make this information more secure because it would have been too expensive [...]

... Ja. Definitiv! Es ist vollkommen überteuert, einen Spezialkurier zu verwenden um einen Kasten voller DVD-Rohlinge zu versenden. Ich sag's ja: Unfähige Stümper!

Dienstag, 13. November 2007

Day #114-120 Ich vergaß...

Ach Leute!

Hab' ja ganz vergessen, dass mein Blog noch existiert. Genauso habe ich auch vergessen, dass das hier ja gar kein Online Marketing-Blog ist. Daher mal eine kleine Zusammenfassung der ganzen letzten Tage:

Meine Arbeit ist momentan etwas träge, habe nur wenige Kunden und viel Zeit für unwichtige Dinge. Und überhaupt glauben viele ja, dass ich hier hier mein berufspraktisches Semester absolviere und Praxiserfahrung sammle, (blablabal) etc. die Realität ist eine andere: Ich bin hier auf einem halbjährigen Kendo-Lehrgang in englischer Sprache! Und wenn mich jemand fragt, was ich hier von nach Hause mitnehme, dann werde ich antworten: "Hauptsächlich blaue Flecken!".

Und das soll gar nicht negativ klingen! Nur dachte ich immer, dass man dafür auf hohe Berge (irgendwo in Asien) klettern müsste, um von alten Meistern (mit Klischee-weissem Bart) die geheimen Kampfkünste zu lernen. Stimmt allerdings nicht, man muss einfach ein Praktikum nahe London machen! Ich träume schon vom Kämpfen und rezitiere schon beim Tomatenschneiden "Hold your Center!", etc. vor mir hin. Aber mein Umfeld verkraftet mich: Mein Chef z.B. hat sich bereits an das "Hai!"gewöhnt. *g*

Manchmal jedoch, bin ich ganz kurz davor, mein Umfeld nicht mehr zu verkraften: Einer meiner Arbeitskollegen, hört ständig über seine externen Speaker (!) laut irgendwelche Chart-Music Streams... Auch damit könnte ich noch leben! Aber wenn er in tiefer Programmier-Arbeit versunken ist, dann fängt er unbewusst an zu brummen, zu Summen und zu singen (besonders gerne bei "Everytime we touch" und anderen Chart-Alpträumen)! Glaubt mir, dass ist schlimmer, als es klingt! Und der Arme kann es noch nichteinmal kontrollieren...

Und falls ich es noch nicht erwähnt hatte: Die Briten spinnen! Über deren grausame Musik (End-80er-Anfang-90er-Captain-Jack- Proletentum) habe ich bereits genug gelästert. Diesmal ist die Mode dran: Besonders trendy sind hier momentan "Skinny Jeans" - für Männer. Anscheinend hat Pete Doherty mal wieder im Vollrausch versehentlich einen Trend gesetzt, - der Anblick von Männern in hautengen Kinder-Hosen, lässt mich doch ob ihrer sexuellen Ausrichtung (oder wenigstens ihres klaren Verstandes) zweifeln. Ich weiss, das sind alles Vorurteile... aber im ernst: Kommt her und seht's euch selbst an!

Wettertechnisch stehe ich unter dem Schutz des großen Regengottes persönlich. Hier regnet es dauernd, nicht dass das ungewöhnlich in dieser Region wäre, ungewöhnlich ist nur: Sobald ich unterwegs bin, ganz egal, ob zu Fuß oder mit Fahrrad, klart es sofort auf. Ich bin tatsächlich seit vier Monaten kein einziges mal in irgendeiner Form nass geworden. Klar ist, dass ich hiermit das Schicksal und Murphy auf's Ärgste herausfordere, aber so ist es hier tatsächlich! Es regnet nur, während ich arbeite, schlafe oder esse. Das ist perfektes Timing.
Der seit ca. zwei Wochen andauernden Kälte kann ich nicht so leicht entfliehen, da würde ich ganz gerne mit Carina + Basti in Sydney tauschen. Aber je kälter es draussen ist, desto gemütlicher sind hier die Pubs. Da werde selbst ich zum Hobbit!

Morgen werde ich unsere Company auf irgendeinem unwichtigen Developer's Day in London vetreten und voller Selbstironie in Schlips und Kragen wichtige Fragen zu sehr unwichtigen Antworten stellen. Irgendein Software-Hersteller zahlt einige hundert Pfund dafür, dass ich mir sein Produkt ansehe (ist im Prinzip eine klassische Kaffeefahrt für IT-Menschen). Da weder mein Chef, noch ich jedoch irgendeine Form von Kaufabsicht haben, werde ich es einfach mal genießen, beweihräuchert zu werden und ... "sehr business" zu sein. Vielleicht mache ich Fotos!

Alles andere, was sonst hier noch so passiert, erzähle ich, sobald ich wieder in Germanien bin. Sind ganz schön viele Dinge... Dieses Wochenende geht es (oh Wunder!) auf ein zwei-Tage Kendo- Seminar/Wettkampf und ich werde sämtliche Kämpfe unserer Mannschaft mit meiner Cam einfangen, schneiden (und mit Klischee-KungFu-Tönen unterlegen) und euch später stolz präsentieren.

Ol' Glory To The Hypno-Toad!

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Day #81-91 Bald sitzen wir alle in einem Boot

Die Briten spinnen.

Nicht, dass das irgendetwas neues wäre, aber jetzt ist hier gerade Spinner-Hochkonjunktur: Neue Gesetze erzwingen die Herausgabe von Passwörtern, - d.h. wenn man etwa in Verdacht gerät, etwas illegales verschlüsselt zu haben, MUSS man das Passwort herausgeben, oder man bekommt pauschal fünf Jahre Knast. Wie etwa vergessene Passwörter gehandhabt werden (kann ja mal vorkommen, bei so einer Durchsuchung), oder Software- Lösungen wie TrueCrypt, die unterschiedliche Inhalte bei unterschiedlichen Passwörtern anbieten... ist nicht geregelt.

Da die fünf Jahre Gefängnis aber hier sowieso kaum möglich sind, da alle Gefängniss hoffnungslos überfüllt sind, gibts auch schon einen neue Lösung: Alle Verbrecher auf ein Schiff! Und dann geht's ab in ferne Gefilde, einmal rund um's Bermuda-Dreieck, oder nach Australien... Moment! Stop! Das hatten wir ja alles schon! Egal, Mode kommt ja schließlich auch immer wieder!

Daher, liebe Freunde der Privatsphäre, ich rate dazu, schon einmal viel Vitamin C zu essen, sonst gibts Probleme mit Skorbut auf der Überfahrt... Vielleicht bietet ja auch Seagate dafür bald Komplettlösungen an: 500 GB Festplatte, 7200 Umdrehungen pro Minute, 1024 Bit RSA Verschlüsselung und acht Packungen Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine (reicht für eine Überfahrt)


Willkommen im Tiefpunkt der Privatsphäre. Bald werden vielleicht auch wieder Bücher verbrannt, Mauern gebaut oder geheime Gedanken verboten, vermutlich ist unser Schäuble schon richtig neidisch. Wenn selbst das wissen um Dinge oder der Besitz von verbotenem Wissen/Büchern den Terrorismus ausmacht, dann sollten wir das ganze eigentlich von Grund auf richtig aufrollen:

1. Soma für alle
2. Verbot von Emotionen (EC-10)
3. Einführung des Tetragrammaton Klerikers, für Recht und Ordnung
4. Verbot und Verbrennung von Büchern
5. Ausweitung von CCTV nicht nötig, ist bereits mehr als ausreichend

...


Ahoi!
Man sieht sich dann am Ruder.


Samstag, 6. Oktober 2007

Day #73 - 80 Prioritaeten

Da ich momentan einiges an Arbeit zu tun habe, merke ich, dass meine Kreativitaet weitgehend schwindet. Dementsprechend habe ich zur Zeit kaum etwas zu schreiben, noch nicht mal verrueckte Ideen, Weltherrschaftsplaene oder sonstiges. Aber keine Sorge, das kommt wieder! Momentan muss ich mich jedoch mit meiner Arbeit beschaeftigen, da gibts fuer mich nur Sport, Arbeit und "Prison Break"... In ca. zwei Wochen wird sich das ganze wieder eingependelt haben, dann berichte ich mehr. Bis dahin werden hier wohl nur vereinzelte Zufallseintraege von mir zu lesen sein, manchmal schafft es eben doch irgend ein wirrer Gedanke an die Oberflaeche zu kommen.

z.B. dieser (click it!):
ja, ich weiss, dass das nur die wenigsten lustig finden,
aber dieser Humor trifft bei mir irgendein Idiotie-Chromosom... ;P

Samstag, 29. September 2007

Day #70-73 Arbeit, SEO

Viel zu tun es gibt! Anscheinend sind hier hochqualifizierte Arbeitskräfte sehr rar, ich bin bei weitem nicht hochqualifiziert, aber ich habe hier so viel zu tun, dass ich durchaus für die Einführung eines 36-Stunden-Tages wäre. Vorallem ist meine Bezahlung sehr leistungsorientiert, d.h. faul sein und Zurücklehnen ist möglich, wirkt sich allerdings auf die Bezahlung aus, das hat seine Vor- und Nachteile...

Ich lerne hier auf jeden Fall weitaus mehr, als beim letzten Job und genieße den Fluch/Segen von Verantwortung in seinen vollen Zügen: Mit dem Geld von Kunden "herumspielen" macht durchaus Spaß, aber dafür werden Fehltritte drakonisch bestraft. Welcher Kunde mag schon Gefühl, sein Geld zum Fenster rausgeworfen zu haben? Ich kann das durchaus verstehen, allerdings gibt es Dinge, die man leider nicht garantieren kann, vorallem im SEO-Business. Wer für wöchentliche £10k Top-Ergebnisse in den Google-Serps garantiert, ist nicht seriös, -dennoch machen es viele. Und leider wollen das Kunden auch genau hören, am besten sind die Erfolge sogar unmittelbar, direkt und langfristig nachhaltig für geringes Geld zu garantieren... Denn zum Glück gibt es ja gerade bei Money-Keywords fast keine Konkurrenz, da kann man sich problemlos zurücklehnen und sich auf seinen Lorbeeren ausruhen. Die Konkurrenz wartet zum Glück immer, das ist wie im Kino, wenn die romantische Liebeszene in mitten einer großen Angriff/Kampf-Szene stattfindet und romantische Helden sich minutenlang der Poesie widmen, da warten die Bösewichte auch immer, schießen daneben oder machen schlichtweg nichts.
Wenn dann noch eine Dritte Partie (Tante G.) dazukommt, die gerne möchte, dass am besten garnichts optimiert wird und deswegen dauernd die Spielregeln des ganzen Affentanzes ändert, -dann ist dieser Wettbewerb so dynamisch, dass man noch nichteinmal garantieren kann, dass morgen der Tag nach heute ist...

Aber genau das macht die Geschichte auch so interessant; wenn das alles so einfach wäre, dann könnte ja jeder selbst "ranken". Da dies dann jeder könnte, wären die Spielregeln wieder gleich und damit würden sich die Spezialisten wieder abheben. Ergo: Ganz egal, wie die Spielregeln sein werden, ganz egal, wie Google seinen Algorithmus weiter verbiegen wird, es wird zwangsläufig immer SEO geben. Der Glaube an ein freies, rein qualitatives Ranking ist illusorisch, ab dem Moment, in dem Geld ins Spiel kommt, sind wir Menschen nunmal Egoisten. Und warum sollte Shop A auch nicht wollen, dass er vor Shop B gelistet wird?

Und bevor jetzt der Glaube aufkommen sollte, dass SEO irgendetwas an der Qualität der SERPs verfälscht, die Antwort ist ein klares: "Jain". Gutes Whitehat-SEO unterscheidet sich massiv vom Blackhat-SEO: Ersteres bietet für den User einen echten Mehrwert, die Qualität einer Seite wird maßgeblich verbessert, Seiten mit besserem Content (bis hin zu validem HTML) werden hierbei durch SEO-Techniken auch langfristig besser gelistet. Mit letzterem wird das Web immer zu kämpfen haben: Spammer, Cracker und Verbrecher überladen das Web mit Müll, lassen Botnetze Spam verschicken oder Gästebücher vollspammen, hacken Server um Backlink-Scripte zu installieren oder schießen die Konkurrenz per DDOS-Angriff einfach aus der Umlaufbahn. Man muss sich halt irgendwann einmal entscheiden, auf welcher Seite man stehen will, aus als SEO.

Hat irgendwer Bock hier rüberzukommen? Es ist hier gerade eine überaus gut bezahlte Stelle für IT-"General-Specialists" (sic) ausgeschrieben. "Herausragende Kenntnisse" (ich hasse diesen Satz) in [Linux, Unix, Security, Administration, Programming] sind dafür jedoch Pflichtprogramm. (Insider: Nur für Jörns). Dafür gibts dann auch richtig Knete.

Genug jetzt. Web-Hypes am Rande: Googelt mal nach "Jesus+lol". Gewisse Soziale Netzwerke und Fun-Seiten sind voll damit, lol




Dienstag, 25. September 2007

Day #69 Fundstücke!

Möchte jemand eine Raketenbasis kaufen?

Interessanter Artikel über London. Vielleicht ein bisschen zu negativ. ;P

Zu lange am Computer: Kopfschuss! Es gibt Dinge...

Google korrigiert! -Jeder Kommentar ist mir hier zu gefährlich-
EDIT: Google hat's gelöscht! Bis gestern hat Google noch etwas anderes vorgeschlagen...

Von Campaignagainstreallife.com gibt es eine gute gemachte Persiflage des relativ bekannten Dove-Clips "Dove Evolution"

Montag, 24. September 2007

Day #68 Life Hacking in UK 1

Es gibt viele Hacker, die Computersysteme überwinden und vollends zu verstehen versuchen und es gibt Hacker, die ganz andere Systeme überwinden. Einer meiner Arbeitskollegen ist ein solcher. Ich nenne das "Life Hacking", was er so treibt und werde mal von zwei seiner kritischsten Sicherheitslücken berichten:

Hack #1
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Applikation: Sainsbury's
Class: Super Market
Size: £8.6 billion
Importance: Critical
Notes: This system is developed as a high traffic system which serves tenthousands of users per day
Bug Status: Fixed

Sainsbury's gibt stets diese mir so verhassten "Nectar-Cards" aus. Über diese Karten lassen sich (abgesehen davon, dass Sie jeden Kunden zum gläsernen Kunden machen, die Adressen verkaufen, für Spam sorgen und Privatsphäre mit den Füßen treten, auch) "Punkte sammeln". Kunden bekommen pro Einkauf eine bestimmte Anzahl von Punkten, die sie innerhalb von drei Monaten einlösen müssen, bevor diese wieder verfallen. Altes Prinzip. Prima Kundenbindung, prima Verhaltensanalyse. Stasi 2.0 eben (sorry Martin!)

Mein Arbeitskollege hat die Punkteverteilung der Sainsbury's- Produkte analysiert und letztens festgestellt: Es gibt einen ungeprüften Parameter im Bananen- und Obstbereich! Es ist nicht geregelt, wieviele Bananen-Objekte ein User erwerben darf!
Man sollte Parameter eben niemals ungeschützt akzeptieren! Anscheinend hat sich der Verkaufsleiter keine Gedanken gemacht, als er bei einer Sonderaktion die Nectar-Punkte verdoppelte! Leider waren die aus mehr als sieben Paketen "Organic-Bananen" generierten Punkte mehr wert, als sieben Pakete "Organic-Bananen". Klassischer Loop. Magic-Spieler wissen, was ich meine... Banana-Overflow!

Also ist er in den Laden und hat sämtliche Bananen gekauft, d.h. ALLE, die noch da waren! Direkt vor dem Laden, hat er diese dann ganz nach Open Source-Manier an andere (verwunderte) User verschenkt. Gekostet hat ihn der Spaß nichts und es hat ganze zwei Stunden gebraucht, bis Sainsbury's diese schwerwiegende Lücke gefixed hat. Brillianter Hack.

Bananas want to be free!


Hack #2
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Applikation: Royal Mail
Class: Postal Service
Size: £9.056 billion
Importance: Critical
Notes: High traffic messaging system, serves more than ten millions messages per day
Bug Status: Open(!)

Das System ist sehr anfällig auf dem Gebiet der ungeschützten Informationsübermittlung. Postkarten lassen sich durch einen Bug in der Art der Zustellung seiner Meinung nach weltweit, kostenlos versenden. Der Trick ist einfacher, als man glaubt:
A sendet an B eine unfrankierte Postkarte (gerne auch aus Übersee). Der Postbote klingelt bei B und fragt: "Hey, ist das ihre Postkarte? Wenn ja, müssen Sie das Porto nachzahlen!" B liest sich die Karte durch, grinst und sagt: "Nö, Sorry, das ist nicht für mich." Sache erledigt. Die Karte wird von der Post wieder eingezogen, weggeworfen und niemand kümmert sich weiter darum. Dass die P0s1k4r13 ihre Information bereits schon lange übermittelt hat, interessiert niemanden...

Bis zum nächsten mal wieder bei "...Life Hacking in UK"!